Jour fixe

14. Juli 2016: Reinickendorfer Präzision für den Weltmarkt – Jour fixe bei G-Elit in Wittenau

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Produkte auf Weltniveau aus Reinickendorf: Dafür steht G-Elit, seit 1964 Hersteller von Präzisionswerkzeugen und mit zwei Standorten im Berliner Norden ein wichtiger Arbeitgeber der Region. Beim Jour fixe der Initiative Reinickendorf erfuhren die Mitglieder, wieso Kunden aus aller Welt auf die Erzeugnisse aus Wittenau stehen.

Die G-Elit-Präzisionswerkzeug-GmbH ist ein Tochterunternehmen der Gühring-Gruppe aus Baden-Württemberg, des größten Werkzeugherstellers in Deutschland. Von den weltweit mehr als 7.000 Mitarbeitern arbeiten über 500 an den beiden Berliner Standorten in der Lübarser und Lengeder Straße.

Freundlicher Empfang: Mitglieder der Initiative Reinickendorf waren zu Gast bei G-Elit.

G-Elit hat sich einen internationalen Namen mit der Produktion von Spiralbohrern und hochspeziellen Werkzeugen, insbesondere für die Metallzerspanung, gemacht. „Mit steigenden Aufträgen und mehr Personal konnten wir unsere Erfolgsstory in den letzten Jahren fortschreiben“, berichtete der Vorsitzende der Geschäftsbereichsleitung Hartmetallwerke, Dr. Frank Weber (Foto), der gleichzeitig betonte, wie wichtig die Ausbildung der derzeit 20 Azubis für den Betrieb sei. Auch im sozialen Bereich ist G-Elit sehr engagiert, so arbeitet man seit Langem vertrauensvoll mit Behindertenwerkstätten zusammen.

Beim Rundgang durch die Werkhallen in der Lübarser Straße, die derzeit noch erweitert werden, konnte sich die Initiative Reinickendorf ein Bild machen von der akribischen Intensität, mit der dort rund um die Uhr Spezialprodukte hergestellt werden, die es in keinem Baumarkt gibt: Etwa Rohlinge für rotierende Werkzeuge oder Präzisionsbohrer, die sogar Streichholzköpfe durchbohren können. Insgesamt umfasst das Angebot 260 Artikel in 5.800 Abmessungen aus mehr als 10 verschiedenen Hartmetallsorten. Entsprechend groß ist die Nachfrage, große Kunden kommen etwa aus den USA und China. Initiative-Vorstand Jürn Jakob Schultze-Berndt: „Es ist beeindruckend, was hier geleistet wird. Als Reinickendorfer kann man stolz sein, dass ein solcher Betrieb hier bei uns zuhause ist.“

Wieder ein echter Leckerbissen für die Technikfreunde in der Initiative Reinickendorf: Die Führung durch die denkmalgeschützten Hallen in der Lübarser Straße.

Wie biegsam Hartmetall vor dem Sintern ist, demonstrierte Produktionsleiter Boris Kade.

Weitere Infos zum Unternehmen: www.g-elit.de

Das nächste Unternehmerfrühstück findet am Mittwoch, 14.9.2016, 7.45 bis 9.30 Uhr bei Königsdruck,
Alt Reinickendorf 28, 13407 Berlin-Reinickendorf, statt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.

Nächster Jour fixe der Initiative Reinickendorf: Donnerstag, 6.10.2016, 19 Uhr. Näheres erfahren Sie auf der Website unter Aktuelles/Termine.

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3. Reinickendorfer Unternehmerfrühstück: Zuckerkunst und Leckerbissen

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Neues aus dem Bezirk und von Reinickendorfer Unternehmen erfuhren die Teilnehmer des 3. Unternehmerfrühstücks der Initiative Reinickendorf am 18. Mai, das diesmal zu Gast bei der Berliner Volksbank am Ludolfingerplatz in Frohnau war.

Bezirksbürgermeister Frank Balzer unterstrich, dass die Investitionsplanung des Bezirks funktioniert: Die Attraktivität des Fuchsbezirks würde beispielsweise durch die Neugestaltung des Tegel-Centers weiter steigen. Auch für das Märkische Zentrum sei nun ein neuer Eigentümer gefunden, der mehrere Millionen Euro in die Renovierung des Einkaufszentrums investieren wolle. Gute Nachrichten auch aus der Cité Foch, jahrelang ein Schandfleck in Waidmannslust. Die Abrissarbeiten des alten Einkaufsszentrums sollen bereits Anfang Juni beginnen. Auf dem Areal ist der Neubau von 200 Eigentums- und 100 preiswerten Wohnungen geplant. Die Neugestaltung der Residenzstraße wird über das Förderprogramm „Aktive Zentren Berlin“ durch Bundesmittel unterstützt.

Initiative-Vorstandsvorsitzender Jürn Jakob Schultze-Berndt (vorn rechts) und Bezirksbürgermeister Frank Balzer (ganz rechts) begrüßten die Gäste.

Darüber hinaus erläuterte Balzer die Bauabsichten für 5.000 Wohneinheiten sowie die Ansiedlung von modernen Technologien als Nachnutzung des TXL-Geländes. „Reinickendorf ist ein schöner grüner Bezirk zum Wohlfühlen“, so der passionierte Reinickendorfer. Über den Frohnauer Turm berichtete er auf Nachfrage, dass hier ebenfalls ein neuer Eigentümer gefunden sei, mit dem die Pläne für das Gebäude gerade „hoffentlich zur Zufriedenheit aller“ diskutiert würden. Dagegen prognostizierte er, dass die derzeit mit Flüchtlingen belegten Turnhallen wahrscheinlich erst im kommenden Jahr wieder für den Sport zu Verfügung stünden, da zuvor umfangreiche Reparaturarbeiten vorgenommen und vor allem ausgeschrieben und genehmigt werden müssten.

Christine Münzberg, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Bezirksamt Reinickendorf, rief nochmal alle Frauen auf, am Wettbewerb „Reinickendorfer Frauen in Führung“ teilzunehmen. Die Bewerbungsfrist läuft am 27. Mai ab. Darüber hinaus wies sie auf die Ausbildungsmesse „Die Zukunft beginnt heute“ hin, die auch in diesem Jahr wieder im September stattfinden wird, sowie auf den Ausbildungsbuddy, mit dem Unternehmen ausgezeichnet werden, die sich besonders für den Start junger Menschen ins Berufsleben engagieren.

 

 

 

 

 

 

Linkes Bild: Christine Münzberg, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Bezirksamt Reinickendorf warb für den Wettbewerb „Reinickendorfer Frauen in Führung“.
Rechtes Bild: Gastgeber Daniel Klein (Mitte) im Gespräch mit Initative-Vorstandsmitglied Marlies Wanjura.

Gastgeber Daniel Klein, Leiter Private Banking der Berliner Volksbank, forderte die gut 40 Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks zu einem Blick in den Garten der Villa auf, in der sich ein Teil der Kunstausstellung der Genossenschaftsbank befindet. „Unsere Bank funktioniert nach dem Prinzip ‚Was einer nicht kann, schaffen viele'“, betonte Klein. „Wir bieten unseren Kunden mehr als Bank, etwa die Berlin-Brandenburger-Gespräche oder Businessplan-Wettbewerbe.“ Mehr dazu finden Sie hier.

Sein Kollege Michael Schulz vom Beratungscenter für Firmenkunden Tegel stellte die Möglichkeiten für Unternehmer vor, die Mitglieder der Genossenschaft sind. Dazu gehört die kostenlose Darstellung im Unternehmer-Portal „UnternehmerAkzente“ sowie die Teilnahme an Seminaren der Unternehmer-Akademie, etwa zu Rechtsänderungen, Werbung oder dem Umgang mit Social Media.

Einen echten Leckerbissen gab’s für die Teilnehmer von Stefanie Lassak (Foto rechts). Mit ihrem Unternehmen Cake in the City fertigt sie in Handarbeit süße Kleinigkeiten im Firmendesign – diesmal mit dem Logo der Initiative Reinickendorf. Die anschließende Zeit nutzten die Teilnehmer zum Austausch von Erfahrungen und Knüpfen von neuen Kontakten.

Unternehmer, die diesmal keine Gelegenheit hatten dabei zu sein, haben am Mittwoch, dem 14. September 2016 die nächste Chance. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am 4. Reinickendorfer Unternehmerfrühstück bei Königsdruck in Alt Reinickendorf.
Mehr Infos und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Nächster Jour fixe der Initiative Reinickendorf: Donnerstag, 14.7.2016, 19 Uhr. Näheres erfahren Sie hier.

Neu: Folgen Sie der Initiative Reinickendorf auf Facebook – Wir freuen uns über Ihre Likes!

Beim Frühstück wurde die Zeit intensiv zum Netzwerken genutzt.

Text und Fotos: Goldmund Kommunikation

Carola Battistini3. Reinickendorfer Unternehmerfrühstück: Zuckerkunst und Leckerbissen
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21. April 2016: Quo vadis, TXL? Vom Flughafen Tegel zum größten Smart-City-Projekt Europas

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Die Diskussionen um die Inbetriebnahme des Großflughafens BER beschäftigen seit Jahren die Berliner Öffentlichkeit. In Reinickendorf hört man ganz genau hin, wenn es wieder neue Fakten (und hierbei meist eine weitere Terminverschiebung) gibt. Ist doch das Schicksal des Tegeler Flughafens direkt an den BER-Status geknüpft.

Losgelöst von allen Terminprognosen bat die Initiative Reinickendorf die Tegel Projekt GmbH als örtlichen Standortentwickler, beim Jour fixe die Pläne für die Nachnutzung des Areals vorzustellen. Eine Einladung, die Hans-Peter Koopmann als Referent und Berater der Projektgesellschaft gern annahm.

Großes Interessse: Die Mitglieder der Initiative Reinickendorf stellten viele Fragen zum neuen Forschungs- und Industriepark.

Über geradezu blühende Landschaften nach Schließung des TXL berichtete er im Café „Zum Hangar“ direkt neben dem Rollfeld. Hier soll sich ein eigener Stadtteil entwickeln, mit einer gesunden Mischung aus Gewerbe und Wohnen. Dafür steht eine riesige Gebäudefläche von rund 150.000 m² zur Verfügung.

Der gewerbliche Teil soll sich als neuer Standort für Forschung und Wissenschaft sowie Industrie und Gewerbe etablieren. Ein Schwerpunkt liegt auf den Zukunftstechnologien. In einem Innovationspark für urbane Technologien mit Schwerpunkten in Energie, Mobilität, Recycling, Wasser, IT und Telekommunikation sowie Werkstoffen werden neue Konzepte für die Stadt der Zukunft entwickelt.

Die Beuth-Hochschule will mit über 5.000 Studierenden auf das Gelände ziehen, Start-Ups erhalten günstige Rahmenbedingungen nebst erschwinglichen Mieten und das gesamte Areal soll nachhaltig und energieeffizient bewirtschaftet werden. Hierzu zählt auch ein innovatives Verkehrskonzept mit vielfältigen Zugangswegen.
Zum sich verjüngenden Ost-Ende des Flughafens entsteht mit dem Schumacher-Quartier auf 48 Hektar ein neues Wohnviertel mit mindestens 5.000 neuen Wohnungen, sechs Kitas und zwei Schulen sowie Grün- und Freiflächen. Baubeginn könnte, abhängig von der Flughafenschließung, 2019 sein. Die ersten Wohnungen wären dann 2021 bezugsfertig.

Hans-Peter Koopmann erläuterte die Idee der „Urban Tech Republic“, die auf dem Gelände des Flughafen Tegel entstehen soll.

Was heute noch wie süße Zukunftsmusik klingt, soll einmal erheblich zur Attraktivität der Stadt Berlin beitragen und dabei auch erheblich Geld in die Kassen spülen. Auf einem Gesamtareal von 495 Hektar sollen bis zu 1.000 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit rund 17.500 Arbeitsplätzen und 10.000 Bewohnern für über eine Milliarde Euro Umsatz und 150 Millionen Euro jährliche Steuereinnahmen sorgen.

Trotz oder gerade auch wegen der Faktenfülle hat Hans-Peter Koopmanns Vortrag bei den Mitgliedern der Initiative Reinickendorf Interesse und Begeisterung für das Vorhaben geweckt. Das Fazit war jedenfalls eindeutig: Hier entsteht etwas Spannendes, das dem Bezirk Reinickendorf gut tun wird.

Mehr zum Thema finden Sie hier.

Der Karikaturist Seyfried illustriert auf seine Weise die Zukunft des TXL.

Text und Fotos (4): Ronald Battistini

Nächster Jour fixe der Initiative Reinickendorf: Donnerstag, 14.7.2016, 19 Uhr. Näheres erfahren Sie hier.

Das nächste Unternehmerfrühstück findet am Mittwoch, 18.5.2016, 7.45 bis 9.30 Uhr bei der Berliner Volksbank, Ludolfingerplatz 5, 13465 Berlin-Frohnau statt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig hier an.

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2. Reinickendorfer Unternehmerfrühstück: Exklusive Informationen aus erster Hand

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Die Initiative Reinickendorf bringt Unternehmer, Politiker und interessierte Bürger zusammen. Sie will informieren, vernetzen und fördern. Einen spannenden Informations- und Meinungsaustausch zwischen Mitgliedern und Gästen gab es auch beim 2. Reinickendorfer Unternehmerfrühstück am 16. März 2016 im Ratskeller.

Teilnehmer von Initiative-Veranstaltungen werden aus erster Hand informiert und dürfen auf exklusive Neuigkeiten aus dem Bezirk hoffen. Dies ist sicher einer der Gründe, warum auch die zweite Auflage des Unternehmerfrühstücks so gut besucht war.

 

Martin Lambert (2.v r.) , Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt, Ordnung und Gewerbe, informierte dabei über Infrastruktur- und Wohnungsprojekte im Bezirk und unterstrich seine Haltung, dass eine Verlängerung der U-Bahn-Strecke ins Märkische Viertel nötig ist.

Projektmanagerin Nina Busse (links) von Berlin-Partner für Wirtschaft und Technologie berichtete anschließend über zahlreiche erfolgreiche Projekte der Wirtschaftsförderung, die den über 9.000 Unternehmen im Bezirk zugutekommen.

Im Mittelpunkt des Initiative-Netzwerks stehen natürlich die ansässigen Firmen, die hier ein Forum bekommen und sich präsentieren können – und dies nicht nur als Mitglied des eingetragenen Vereins. Diese Gelegenheit nutzte diesmal Benjamin Bergmann (Mitte), einer von drei jungen Geschäftsführern des Traditionsunternehmens „Theodor Bergmann“ in dritter Generation. Er stellte sein Unternehmen mit 60-jähriger Geschichte und mehr als 150 Mitarbeitern als verlässlichen Partner in allen Fragen der Sanitär- und Haustechnik vor – nach eigenen Worten und mit einem Augenzwinkern der „Spezialist für Gas, Wasser und Sch…öne Bäder“.

In entspannter Atmosphäre bei Brötchen und Kaffee entführte Torsten Häusler die Zuhörer in die weite Welt der Telekommunikation. Der Geschäftsführer der COMNET Communikationssysteme & Netzwerkservice Berlin GmbH am Borsigturm zeigte, dass clevere IT- und Telekommunikationslösungen auch für Mittelständler realisierbar und erschwinglich sind.

Die kurzen Fachvorträge boten anschließend genügend Stoff für Diskussionen, ebenso die aktuellen Themen im Bezirk. Und nach kurzweiligen knappen zwei Stunden entließen die Organisatoren der Initiative Reinickendorf die Teilnehmer des 2. Unternehmerfrühstücks gut gesättigt, mit vielen Informationen und neuen Kontakten in den beginnenden Arbeitstag.

Nächster Jour fixe der Initiative Reinickendorf: Donnerstag, 21.4.2016, 19 Uhr, Flughafen Tegel

Das nächste Unternehmerfrühstück findet am Mittwoch, 18.5.2016, 7.45 bis 9.30 Uhr bei der Berliner Volksbank, Ludolfingerplatz 5, 13465 Berlin-Frohnau statt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig hier an.

Carola Battistini2. Reinickendorfer Unternehmerfrühstück: Exklusive Informationen aus erster Hand
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25.2.2016: Hallen am Borsigturm – Die richtige Mischung macht’s

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Täglich besuchen rund 22.000 Kaufwillige die Hallen am Borsigturm, um schnell etwas einzukaufen oder um durch die 115 Shops zu schlendern und sich inspirieren zu lassen. Was macht das Einkaufszentrum so beliebt, dass sogar viele Besucher aus angrenzenden Bezirken und dem nördlichen Umland nach Tegel kommen?

Die richtige Mischung aus Filialisten und lokalen Einzelhändlern, Gastronomie und Freizeitangebot, verrät Center-Manager Christian Frauenstein. „Auch die historische Architektur der ehemaligen Borsigwerke, die Aktionen, die Atmosphäre und dass hier alles unter einem Dach ist, werden von den Besuchern besonders geschätzt“, ergänzt er. Im Rahmen des Jour fixe der Initiative Reinickendorf am 25. Februar 2016 erläuterte Frauenstein die Philosophie des Betreibers, der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG, und worauf man bei der Führung eines Einkaufszentrums besonders achten muss.

Center-Manager Christian Frauenstein (links) stellte die Aufgaben der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG vor.

Die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG wurde vor gut 50 Jahren von Versandhausbetreiber Werner Otto gegründet. Das Unternehmen entwickelt, plant, realisiert, vermietet und managt große Gewerbeimmobilien in den Sparten Shopping, Office, Traffic und Industries. Mittlerweile ist die ECE Marktführerin bei den Shopping-Center-Betreibern mit 196 Centern im Management (davon 52 im Ausland). 14 weitere sind in Bau oder Planung. „Wir planen langfristig und nachhaltig“, so der Center-Manager, der zahlreiche Fragen seiner interessierten Gäste von der Initiative Reinickendorf beantworten musste.

Mehr zu den Hallen am Borsigturm in der Übersicht.

Der nächste Jour fixe findet am 21.4.2016 um 19 Uhr statt. Näheres erfahren Sie hier.

Fotos: Battistini

Lesen Sie hier den Bericht aus der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung.

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2. Juli 2015: Verborgene Schätze im Depot des Technikmuseums

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Nicht nur Technikfreunde schnalzten mit der Zunge, als Dietmar Ruppert die Türen des Depots vom Deutschen Technikmuseum Berlin öffnete. Der Leiter der Einrichtung präsentierte beim Jour fixe die umfassende Sammlung dieses Außenstandorts in Reinickendorf – eine exklusive Gelegenheit für die Mitglieder der Initiative Reinickendorf, denn der Fundus ist nicht öffentlich. Auf 2.500 m² gab es rund 150 Autos und Motorräder, aber auch Flugzeuge und allerhand technische Gerätschaften zu bestaunen.

Gemeinsam mit Initiative-Vorstand Jürn-Jakob Schultze Berndt enthüllt Dietmar Ruppert, Leiter des Depots des Technikmuseum Berlins, einen der Oldtimer ….

… einen Goliath GP 700 Sport.

Ruppert arbeitet seit 30 Jahren im Depot. Er kennt die Geschichte jedes Ausstellungsstücks. Zu den Flugzeugen weiß er sogar über die Piloten Bescheid. Bei den Fahrzeugen ist er auf den Goliath GP 700 Sport, „Berliner Zunge“ genannt, besonders stolz: „Davon wurden nur 700 Stück gebaut. Der ist eine echte Rarität.“ Oder der „Stahlhelm“ Hanomag 1,3l Kurier, der nur 600 Kilometer auf dem Tacho hat. Außerdem verwahrt das Depot einen Bestand an Zündapp-Motorrädern, den das Museum nach der Insolvenz des Unternehmens erhalten hat. Etwas eigentümlich ist sicherlich die aus dem Hamburger Bahnhof übernommene Gleisbausammlung, die alle Spurbreiten im Original umfasst. Und auf Hochregalen lagern Turbinenschaufeln, Lampen, Propeller, Computer, aber auch Küchengeräte und Werkzeuge aus verschiedenen Epochen.

Die Mitglieder der Initiative Reinickendorf waren begeistert von der Vielzahl und Vielfalt der Exponate.

Die Schätze stammen zum Teil aus Privathaushalten, die dem Museum in der Kreuzberger Trebbiner Straße 9 zur Verfügung gestellt wurden, doch dort bisher keinen Platz fanden. „Das 1982 gegründete Museum platzte bald aus allen Nähten“, erklärt Ruppert. „Darum wurden die Lagerhallen in Reinickendorf angemietet.“ Mittlerweile sind auch diese mit Exponaten angefüllt, die zum Teil restauriert und aufbereitet wurden oder noch werden müssen. Eigentlich war ein Umzug auf den nachgenutzten Flughafen Tegel geplant. „Die Hangar und Frachthallen boten sich an. Da hätten wir auch unsere Flugzeuge ausstellen können“, schwärmt Ruppert, der das Ganze am liebsten als öffentliches Depot betreiben würde, in dem die Besucher den Restaurateuren bei der Arbeit über die Schulter schauen könnten. So etwas gibt es bisher weltweit noch nicht. Mittlerweile schielt er auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof, denn auch dort gäbe es genügend Fläche und Kapazitäten.

Ein Zündapp-Gespann aus dem Firmenarchiv des Herstellers.

Doch vorerst steht kein Umzug an. Solange sind er und seine Kollegen weiterhin mit der Inventarisierung und Aufarbeitung der Exponate beschäftigt. Und mit dem Kampf gegen Schädlinge und Temperaturschwankungen. Zum Teil werden die Fahrzeuge und Gerätschaften auch an andere Museen verliehen. „Unsere Aufgabe ist es, die Vielfalt der Austellungsgegenstände zu erhalten und ihre Geschichte zu vermitteln“, sagt Ruppert. Bei den Mitgliedern der Initiative Reinckendorf ist ihm dies eindrucksvoll gelungen.

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19. März 2015: Wasserbüffel im Tegeler Fließ – die Aktivitäten des NABU im Bezirk

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Wenn Spaziergänger im Tegeler Fließ demnächst Wasserbüffel entdecken, ist das keine Fata Morgana. Sie werden dort schon bald als lebende Rasenmäher eingesetzt. Beim Jour fixe am 19. März 2015 erfuhren die Mitglieder der Initiative Reinickendorf und ihre Gäste, mit welchen originellen und effektiven Ideen Stadtnatur im Bezirk gepflegt wird.

So könnte es schon bald im Tegeler Fließ aussehen: Wasserbüffel im Yala Nationalpark in Sri Lanka. Foto/Quelle: „Possibly Wild Water Buffalos Yala National Park“ von Adbar – eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Torsten Hauschild, ehemaliger Landesvorsitzender des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.), gab einen Überblick über die Aktivitäten der Naturschützer im Bezirk und in Berlin. Fünf Wasserbüffel sollen in Kürze auf zwei 19 und 16 Hektar großen Flächen im Bereich der Niedermoorwiesen nördlich und südlich der Egidybrücke für eine kostengünstige und natürliche Landschaftspflege der Wiesenflächen rund um das Gewässer sorgen. Dazu wurden ab Mitte Oktober 2014 Rodungsmaßnahmen durchgeführt und eine Zaunanlage errichtet.

Hauschild erläuterte, dass Wasserbüffel, die vor allem in Asien leben, bis zur letzten großen Eiszeit vor rund 100 000 Jahren auch in Europa heimisch waren. Die Tiere sind friedlich und anspruchslos, fressen Gras und Schilf und scheuen im Gegensatz zu Schafen und Rindern keine Nässe. Darum sind sie hervorragend für die Haltung auf sumpfigen Flächen geeignet. Das war auch ein Auswahlkriterium für das Bezirksamt Reinickendorf, das Projekt in Zusammenarbeit mit der Senatverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zu initiieren. Ein Referenzprojekt im Nachbarbezirk Spandau, bei dem Wasserbüffel auf den Tiefwerder Wiesen tätig sind, zeigt, dass diese kostengünstige Alternative zur Arbeit mit Spezialmaschinen sich bewährt hat.

Das Tegeler Fließ – derzeit noch völlig büffelfrei. Foto: Battistini

Auch im Bereich des Flughafensees waren bereits lebende Rasenmäher im Einsatz: Das Vogelschutzreservat wurde von Juli bis Oktober 2014 mit 40 Schafen und Ziegen beweidet. In diesem Jahr soll auf dem Gelände der Bundesnetzagentur am Flughafensee auf einer Fläche von 10 Hektar wieder eine Beweidung mit 35 Schafen und Ziegen stattfinden. Für die Nachnutzung des Flughafengeländes hat der NABU bereits ein Konzept erarbeitet.

Zuletzt stellte Hauschild das Naturschutzzentrum im Rhinluch mit der „Storchenschmiede „ vor. Dort können ab April Weißstörche begrüßt werden und im Herbst versammeln sich dort zehntausende Kraniche vor ihrem Zug in wärmere Gefielde.

Vor allem aber dürfen sich die Reinickendorfer auf ihre neuen „Nachbarn“ im Fließ freuen. Und nicht wundern – die Büffel sind wirklich keine Fata Morgana.

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26. Februar 2015: Auf Stippvisite bei Reinickendorfs erster Uni

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„Reinickendorf hat alles“, fasste Initiative-Vorsitzender Jürn Jakob Schultze-Berndt zusammen, „einen Flughafen, eine leistungsstarke Wirtschaft und nun auch eine Universität!“ Beim Jour fixe am 26. Februar konnten sich die Mitglieder von der hohen Qualität des Berliner Campus der German University in Cairo (GUC) am Borsigturm überzeugen.

Mitglieder der Initiative Reinickendorf freuten sich über den herzlichen Empfang bei der German University in Cairo.

Die Idee zur Gründung einer Universität nach deutschem Vorbild in seiner Heimatstadt Kairo hatte Professor Ashraf Mansour, der selbst in Ulm studiert, promoviert und habilitiert hat, in den 1990er-Jahren. Bereits 2003 gründete er die GUC in Kairo/Ägypten als erste deutsche Universität im Ausland mit Unterstützung der Unis Ulm und Stuttgart und zahlreicher deutscher Einrichtungen als private ägyptische Akademie in Stiftungsform. Im Januar 2013 wurde der Standort der GUC in Berlin-Tegel eröffnet.

„Das Ziel des GUC-Ablegers in Berlin ist es, die internationalen Angebote der Universität bekannter zu machen“, sagt Professor Mansour. „Durch unsere Aktivitäten wollen wir die nächste Generation von Wissenschaftlern fördern.“ Dies geschieht vor allem durch die Möglichkeit von Auslandssemestern für GUC-Studenten, Forschungsevents und immer neue Gebiete angewandter und theoretischer Forschung.

Das GUC versteht sich als ein Ort der deutsch-ägyptischen Begegnung und ein Zentrum für den internationalen akademischen, wissenschaftlichen und kulturellen Austausch. Alle Kurse werden von renommierten deutschen und internationalen Professoren auf Englisch unterrichtet.

Gleichzeitig bietet die GUC den Studierenden ein Semesteraustauschprogramm am jeweils anderen Standort an und hilft ihnen bei den Formalitäten, wie notwendige Visa und der Wohnungssuche. Darüber hinaus organisiert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Begegnungen zwischen den Stipendiaten und der deutschen Politik und Wirtschaft. Zusätzlich werden Sprachkurse in Arabisch und Deutsch angeboten. Mehr als 4.500 Studenten lernen an der GUC Deutsch.

Der Campus auf dem Gelände am Borsigturm 162-172 umfasst insgesamt 16.000 m² auf sieben Stockwerken. Derzeit studieren insgesamt 10.000 Studenten in 71 Bachelor- und Masterstudiengängen in Kairo und Berlin, davon 1.441 in Tegel. Das Angebot reicht von Ingenieurwesen über Architektur und Pharmazie bis zu Grafikdesign.

Weitere Informationen über die German University in Cairo unter www.guc.edu.eg und über den Berliner Campus der GUC unter www.guc-berlin.de.

Ein leckeres Gastgeschenk mit bedeutungsvollem Namen überreichte Initiative-Vorstand Schultze-Berndt (rechts) dem Hausherrn Professor Ashraf Mansour.

Gemeinsame Gesprächsthemen waren schnell gefunden und bei vielfältigen ägyptischen Köstlichkeiten wurde der interkulturelle Dialog angeregt und höchst genussvoll geführt.

 

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22. Januar 2015: Starker (Ein-)Druck – zu Besuch bei Laserline

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Einen interessanten Einblick in die Produktion moderner Print-Medien erhielten die Mitglieder der Initiative Reinickendorf bei ihrem Jour fixe im Januar. Im größten mittelständischen Druckereibetrieb Berlin-Brandenburgs, dem Weddinger Unternehmen „Laserline“, erfuhren sie, wie die Farbe aufs Papier kommt – und noch vieles mehr.

Laserline-Gründer Tomislav Bucec (Mitte) erklärte den Mitgliedern der Initiative Reinickendorf, wie ein moderner Druckereibetrieb funktioniert.

Geschäftsführer Tomislav Bucec erläuterte seinen Gästen auf unterhaltsame Art, wie er konsequent seinen Weg vom Schülerzeitungsredakteur zum erfolgreichen Industrie-Unternehmer gegangen ist, der heute mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt. Anfang der 80er-Jahre begann er auf seinem ersten Mac-Computer als Layouter, doch schnell wurde ihm klar, dass er Lust auf Größeres hatte. Mit seinem auf Digitaldruck spezialisierten Unternehmen, das kurze Produktions- und Lieferzeiten garantierte, und einem kundenfreundlichen Service, begann der Aufstieg von Laserline.

An verschiedenen Standorten wuchs der Betrieb zu seiner heutigen Größe. Vor rund zwei Jahren kam eine zweite Produktionsstätte hinzu. Neben dem Stammsitz in der Scheringstraße werden nun auch in der Holzhauser Straße in Reinickendorf Broschüren, Flyer, Visitenkarte und mehr hergestellt. Besonders stolz ist Bucec auf seine zahlreichen Zertifikate, die das Unternehmen unter anderem als umweltfreundlich und qualitätsbewusst ausweisen. Eine besondere Stellung nimmt dabei die Auszeichnung als bester Ausbildungsbetrieb der Region ein. Keine Frage, seine 30 Azubis liegen ihm besonders am Herzen.

Ein ausgezeichneter Betrieb – wie die vielen Zertifikate dokumentieren.

Sein neuestes Projekt wird insbesondere die Reinickendorfer – und damit auch die Initiative Reinickendorf freuen. Die „Reinickendorfer Allgemeine Zeitung“ erscheint am 26. Februar 2015 mit ihrer ersten Ausgabe. Alle vier Wochen will das Lokalblatt in journalistischer Qualität über wichtige Ereignisse im Bezirk informieren. Die Verbreitung der kostenlosen Publikation erfolgt über rund 500 feste Verteilstellen, die über ganz Reinickendorf verstreut sind.

Wer mehr über die neue Lokalzeitung im Norden Berlins erfahren will, klickt hier.

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17. Juni: Jour fixe beim Traditionsunternehmen Sawade

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Ein Jour fixe als süße Versuchung: Beim Besuch der Manufaktur mit dem Traditionsnamen bekamen die Mitglieder der Initiative Reinickendorf nicht nur Kostproben der exklusiven Qualität feinster Trüffel und Pralinen, sondern auch großen unternehmerischen Geschicks.

Der neue Inhaber von Sawade Benno Hübel erläuterte eindrucksvoll seine Vision.

Eloquent und charmant erzählte Inhaber Benno Hübel, wie er mit seiner Frau Melanie das Unternehmen 2013 aus der Insolvenz gekauft und zukunftsfähig gemacht hat. Der gelernte Koch und studierte Betriebswirt sowie die Grafik-Designerin hatten keine Hemmungen, sich in unbekanntes Terrain zu stürzen. Sawade sei sofort eine Herzensangelegenheit gewesen. „Das Zeitfenster für das Bieterverfahren war sehr klein, unsere Entscheidung fiel kurzfristig.“ Am 11.11. um 11 Uhr gaben sie den geschlossenen Umschlag mit ihrem Angebots-Kaufvertrag ab, erhielten kurze Zeit später den Zuschlag – und 50 Reinickendorfer Arbeitsplätze waren gerettet.

Seit 1880 legt Sawade großen Wert auf Frische, Qualität der verwendeten Rohstoffe und exzellente Verarbeitung. Aus Überzeugung verzichtet man auf chemische Konservierungsmittel, künstliche Aromen und günstige Ersatzstoffe. Produkte von Sawade wurden auf diese Weise zu einem Begriff in den besten Confiserien und Spezialitätengeschäften weltweit. Doch in jüngster Vergangenheit wurden unternehmerische Entwicklungen verpasst, die Vertriebsaktivitäten kamen fast völlig zum Erliegen. Als Rettungsanker blieb nur das Insolvenzverfahren.

Für den als Koch weit gereisten Hübel die Gelegenheit, etwas völlig Neues in Angriff zu nehmen. Jetzt lautet die Aufgabe, die Marke zu stärken, die Auftragsbücher weiter zu füllen und Sawade langfristig zukunftsfähig zu machen. Kein leichtes Unterfangen, denn trotz der schwierigen finanziellen Lage werden weiterhin teuerste Rohstoffe verwendet. Das zahlt sich bereits aus, die Signale alter und neuer Kunden seien vielversprechend, berichtete Hübel. Der frische Wind bei Sawade hat sich offenbar herumgesprochen und wird honoriert.

Eine Aussage, die auch Reinickendorfs Wirtschaftsstadtrat Uwe Brockhausen sichtlich gefiel: „Ich freue mich, dass die gute Unternehmenstradition nun erfolgreich fortgeführt wird.“

Großes Interesse: Mitglieder der Initiative Reinickendorf nutzten nach dem Vortrag die Möglichkeit, dem Sawade-Chef Fragen zu stellen (Fotos: Battistini/Goldmund Kommunikation).

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