2015

TSV Wittenau bietet Sport für Flüchtlingskinder

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Einen symbolischen Scheck überreichte Initiative-Vorstandsmitglied Eberhard Gutjahr (rechts im Bild) an Pascal Winkens vom TSV Wittenau. Dieser engagiert sich ehrenamtlich bei den „Milchzahnathleten“ des Vereins. Er geht jede Woche in Flüchtlingsheime und bietet den Kindern sportliche Betätigung an.

Die teilnehmenden Kinder sind 5 bis 12 Jahre alt. Die Verständigung erfolgt mit Händen und Füßen und den wenigen deutschen Worten, die die Kinder schon gelernt haben. Der Sport bietet den Kindern etwas Abwechslung und bringt ihnen viel Freude, die vom erlebten Leid ein wenig ablenken kann.

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Zirkusprojekt der Franz-Marc-Grundschule gefördert

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Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren veranstaltete die Franz-Marc-Grundschule in Tegel ein großes Zirkusprojekt. Das Trainerteam des Schul- und Projektzirkus „Tausendtraum“ aus Soest studierte mit rund 330 Schülern innerhalb einer Woche ein originelles Programm ein. Clowns, Jongleure und Bodenakrobaten, Artisten auf Bällen und Seil, Zauberer und sogar Fakire begeisterten an einem Wochenende Eltern, Verwandte und Freunde mit ihren Künsten.

In einem echten Zirkuszelt auf dem Sportgelände Scharnweberstraße herrschte in fünf Aufführungen stets fantastische Stimmung. Staunen allenthalben, was die Kinder in so kurzer Zeit erlernt haben. Bewundernswert: Die liebevolle pädagogische Betreuung durch das Zirkusteam, das stets darauf achtete, dass sich jeder kleine Darsteller den verdienten Applaus und damit ein sicher nachhaltiges Erfolgserlebnis abholte. Die wahrscheinliche positive (Nach-)Wirkung bei den Schülern kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Das Projekt war zuvor über mehrere Monate in Zusammenarbeit der Schulleitung und dem Förderverein vorbereitet worden. Um ein Vorhaben dieser Größenordnung überhaupt stemmen zu können, mussten Gelder aus verschiedenen Quellen beschafft werden. Die Initiative Reinickendorf hat das Projekt mit einer Spende unterstützt.

Text und Fotos: Joachim Wangnet

Initiative-Ehrenmitglied Marlies Wanjura (Mitte links) überraschte die jungen Künstler mit einem symbolischen Scheck.

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Neues Domizil für Sozialwarenhaus

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Das Sozialwarenhaus Reinickendorf bietet auf mehr als 400 Quadratmetern so ziemlich alles, was man für seinen Hausstand braucht. Es gibt dort Möbel und Kleidung oder Geschirr, Kochzubehör, Bücher, CDs und vieles mehr.

Das Angebot richtet sich an Menschen mit kleinem Geldbeutel, also Rentner, Studenten, Arbeitslose und junge Familien, die möglichst eine Bescheinigung, etwa den Berlin-Pass, vorlegen sollten. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich.

Kürzlich wurde das Sozialwarenhaus in der Roedernallee 88-90 neu eröffnet, nachdem es zwangsweise aufgrund einer nicht mehr leistbaren Miete in der Aroser Allee ausziehen musste. Der Trägerverein hatte erheblich Ausgaben, um den neuen Standort für den jetzigen Nutzungszweck herzurichten.

Die Unterstützung der Initiative Reinickendorf in Form eines Schecks, überreicht vom Vorstandsvorsitzenden Jürn Jakob Schultze-Berndt, wurde von Vorstand Steffen Heiß (Mitte) und Geschäftsführer Peter Paul Pansing (rechts) mit großer Freude entgegen genommen.

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Schwein gehabt: Scheck für Familienfarm Lübars übergeben

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Die Familienfarm Lübars hat seit Kurzem zwei weitere Attraktionen: Pebbles und Bambam, zwei junge Wollschweine, deren dichtes Fell ihrem Namen alle Ehre macht. Die beiden putzigen Neu-Lübarser gehören zu einer alten ungarischen Schweinerasse und verfügen ähnlich wie ihre Vorfahren, die Wildschweine, über krause, helle Borsten.

Initiative-Vorstand Jürn Jakob Schultze-Bernd und Beirat Carola Battistini-Goldmund (rechts) überreichten den symbolischen Scheck für den Unterhalt eines Wollschweins an Katrin Kremm von der Familienfarm Lübars.

Ihre Namen haben Pebbles und Bambam natürlich aus der beliebten TV-Serie „Familie Feuerstein“. Gut möglich, dass die Ferkel genauso viel Unfug im Sinn haben und Verwirrung stiften wie ihre Namensvetter, die beiden unverwüstlichen Kinder der Steinzeit-Familie. In jedem Fall sorgen sie ebenfalls für gute Laune und können zu den Öffnungszeiten der Familienfarm (Infos unter Telefon 415 70 27) bestaunt werden.

Die Initiative Reinickendorf hat für ein Jahr die Patenschaft für eines der beiden Wollschweine übernommen und der Bereichsleiterin Alte Fasanerie, Katrin Kremm, einen Scheck über 600 Euro übergeben.

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17. September 2015: Jahresversammlung: Vorstand und Beirat bestätigt – Neue Angebote und mehr Mitglieder als Ziel

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Auf der Mitgliederversammlung der Initiative Reinickendorf e.V. am 17. September in den Räumen der Familienfarm Lübars wurden Vorstand und Beirat in ihren Ämtern bestätigt. Für weitere zwei Jahre übernimmt Jürn Jakob Schultze-Berndt (49) den Vorsitz des Vereins, der seit 2001 als Netzwerk von Unternehmen und engagierten Menschen vielfältige Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeit, Kunst, Kultur und Soziales fördert.

Ihm zur Seite stehen auch weiterhin die ehemalige Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura, die Unternehmerin Irina Wotschke und Superintendent i.R. Eberhard Gutjahr. Auch Steuerberater Christian Laurenz ist als Schatzmeister weiterhin Mitglied des Vorstands. Dem Beirat gehören auch künftig die Rechtsanwälte Lutz Baxmeier und Carsten Lobert, Zahnarzt Carsten Ubbelohde sowie die Unternehmerin und Journalistin Carola Battistini-Goldmund (Goldmund Kommunikation) an.

Der alte und neue Vorstand und Beirat der Initiative Reinickendorf (von links nach rechts): Eberhard Gutjahr, Irina Wotschke, Jürn Jakob Schultze-Berndt, Marlies Wanjura, Lutz Baxmeier, Carola Battistini-Goldmund, Christian Laurenz, Carsten Lobert. Es fehlt Beirat Carsten Ubbelohde.

Fokus auf Mitgliedergewinnung und bezirkliche Entwicklungsprojekte

Jürn Jakob Schultze-Berndt ist seit 2013 Vorsitzender der Initiative Reinickendorf. Beruflich leitet er den Finanzbereich eines internationalen Industrieunternehmens und gehört seit 2011 der CDU-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses an. Er dankte den Mitgliedern der Initiative für das erneute Vertrauen und betonte, die Vorstandsarbeit auf die Gewinnung neuer Mitglieder konzentrieren zu wollen. „Wir haben inhaltlich viel zu bieten und gerade Unternehmen in unserem Bezirk können von unseren Erfahrungen und unseren Kontakten profitieren. Und je mehr wir sind, desto mehr können wir fördern. Das muss unser Ziel sein“, so Schultze-Berndt. Im vergangenen Jahr hat die Initiative Reinickendorf mehr als 11.000 Euro für soziale und kulturelle Projekte im Bezirk gespendet.

Gabriele Fliegel erläuterte ihr Konzept eines professionellen Netzwerks.

Wie die Vernetzung noch professioneller gestaltet werden kann, erläuterte die Vorstandsvorsitzende der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V., Gabriele Fliegel. In ihrem Gastvortrag gab sie interessante Einblicke in die Arbeit und Angebote ihres Vereins, der im Havelbezirk rund 320 Unternehmen zusammenbringt und dabei sowohl wirtschaftlich erfolgreich als auch gemeinnützig über eine Stiftung tätig ist.

Interessante Angebote, auch über die regelmäßigen Jour fixe hinaus, sollen bei der Initiative Reinickendorf künftig im Fokus stehen. Die Mitglieder waren sich einig, dass der Fuchsbezirk hierfür ausreichend Entwicklungspotenzial bietet. Aber auch Herausforderungen wie die Nachnutzung des Flughafens Tegel, das gestiegene Verkehrsaufkommen etwa durch Berufspendler und die Integration von Flüchtlingen – wichtige Aufgaben, an deren Bewältigung sich die Initiative Reinickendorf beteiligen will. „Wir wollen mitgestalten und unsere Ideen zeigen, denn unser Netzwerk verfügt über große und breit gestreute Kompetenzen“, so der alte und neue Vorstandsvorsitzende.

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Initiative Reinickendorf unterstützt Ferienspiele des VfB Hermsdorf

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Am 28.7.2015 überreichte Marlies Wanjura einen symbolischen Scheck der Initiative Reinickendorf zur Unterstützung der Ferienspiele 2015 des VfB Hermsdorf an Lothar Herz. Dieses Schreiben erreichte die Initiative dazu:

Die ersten Kinder-Ferienspiele wurden im Jahr 1989 von Vera Ciszak und Lothar Herz ins Leben gerufen. Sie werden seitdem ohne Unterbrechung entweder am Beginn oder am Ende der Sommerferien über 2 Wochen (jeweils am Nachmittag von Montag bis Freitag) durchgeführt. Anfangs fanden sie auf dem Sportplatz in der Heidenheimer Straße statt. Inzwischen werden sie auf dem Gelände und in den Turnhallen der Gustav-Dreyer-Grundschule in der Freiherr-vom-Stein-Straße veranstaltet.

Das Ziel dieses sowohl für Vereinsmitglieder als auch für Nichtmitglieder kostenlosen Angebots ist: Kinder stark machen – ihnen die Freude am Sport zu vermitteln. Deshalb freuen wir uns, dass pro Tag etwa 20-25 Kinder im Alter von 6 -14 Jahren auf das Gelände der Gustav-Dreyer-Schule kommen, um bei Sport und Spiel dabei zu sein.

Foto: privat

Organisator der Ferienspiele ist von Beginn an (seit nunmehr 27 Jahren!) Lothar Herz. Im sportlichen Bereich wird er von seinen bis zu acht jugendlichen Helfern tatkräftig unterstützt. Sie sorgen für Aufwärmgymnastik und Turnübungen, trainieren die Kinder und nehmen die Disziplinen für das Sportabzeichen ab. Da auch ein Schwimmnachweis für das Sportabzeichen erforderlich ist, geht es am Mittwochvormittag der 2. Woche in das Strandbad Lübars. Kinder (üblicherweise ca. 15-20), die das Sportabzeichen geschafft haben, werden schriftlich benachrichtigt und zu einer kleinen Feier mit ihren Eltern eingeladen.

Natürlich stehen auch die Mannschaftssportarten hoch im Kurs. Am begehrtesten ist Fußball, aber auch Handball wird oft gespielt. Gelegentlich kommen Tischtennis und Tennis zum Zuge.

Auch im organisatorischen Bereich gibt es Helfer. Martin Kolbe ist Schriftführer und führt die Anwesenheitslisten und protokolliert die Leistungen für das Sportabzeichen. Für die Snacks und Getränke in den Pausen sorgt Christa Lamprecht. Reinhard Siebert und Sabine Scholkmann helfen bei der allgemeinen Organisation und Aufsicht.

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2. Juli 2015: Verborgene Schätze im Depot des Technikmuseums

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Nicht nur Technikfreunde schnalzten mit der Zunge, als Dietmar Ruppert die Türen des Depots vom Deutschen Technikmuseum Berlin öffnete. Der Leiter der Einrichtung präsentierte beim Jour fixe die umfassende Sammlung dieses Außenstandorts in Reinickendorf – eine exklusive Gelegenheit für die Mitglieder der Initiative Reinickendorf, denn der Fundus ist nicht öffentlich. Auf 2.500 m² gab es rund 150 Autos und Motorräder, aber auch Flugzeuge und allerhand technische Gerätschaften zu bestaunen.

Gemeinsam mit Initiative-Vorstand Jürn-Jakob Schultze Berndt enthüllt Dietmar Ruppert, Leiter des Depots des Technikmuseum Berlins, einen der Oldtimer ….

… einen Goliath GP 700 Sport.

Ruppert arbeitet seit 30 Jahren im Depot. Er kennt die Geschichte jedes Ausstellungsstücks. Zu den Flugzeugen weiß er sogar über die Piloten Bescheid. Bei den Fahrzeugen ist er auf den Goliath GP 700 Sport, „Berliner Zunge“ genannt, besonders stolz: „Davon wurden nur 700 Stück gebaut. Der ist eine echte Rarität.“ Oder der „Stahlhelm“ Hanomag 1,3l Kurier, der nur 600 Kilometer auf dem Tacho hat. Außerdem verwahrt das Depot einen Bestand an Zündapp-Motorrädern, den das Museum nach der Insolvenz des Unternehmens erhalten hat. Etwas eigentümlich ist sicherlich die aus dem Hamburger Bahnhof übernommene Gleisbausammlung, die alle Spurbreiten im Original umfasst. Und auf Hochregalen lagern Turbinenschaufeln, Lampen, Propeller, Computer, aber auch Küchengeräte und Werkzeuge aus verschiedenen Epochen.

Die Mitglieder der Initiative Reinickendorf waren begeistert von der Vielzahl und Vielfalt der Exponate.

Die Schätze stammen zum Teil aus Privathaushalten, die dem Museum in der Kreuzberger Trebbiner Straße 9 zur Verfügung gestellt wurden, doch dort bisher keinen Platz fanden. „Das 1982 gegründete Museum platzte bald aus allen Nähten“, erklärt Ruppert. „Darum wurden die Lagerhallen in Reinickendorf angemietet.“ Mittlerweile sind auch diese mit Exponaten angefüllt, die zum Teil restauriert und aufbereitet wurden oder noch werden müssen. Eigentlich war ein Umzug auf den nachgenutzten Flughafen Tegel geplant. „Die Hangar und Frachthallen boten sich an. Da hätten wir auch unsere Flugzeuge ausstellen können“, schwärmt Ruppert, der das Ganze am liebsten als öffentliches Depot betreiben würde, in dem die Besucher den Restaurateuren bei der Arbeit über die Schulter schauen könnten. So etwas gibt es bisher weltweit noch nicht. Mittlerweile schielt er auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof, denn auch dort gäbe es genügend Fläche und Kapazitäten.

Ein Zündapp-Gespann aus dem Firmenarchiv des Herstellers.

Doch vorerst steht kein Umzug an. Solange sind er und seine Kollegen weiterhin mit der Inventarisierung und Aufarbeitung der Exponate beschäftigt. Und mit dem Kampf gegen Schädlinge und Temperaturschwankungen. Zum Teil werden die Fahrzeuge und Gerätschaften auch an andere Museen verliehen. „Unsere Aufgabe ist es, die Vielfalt der Austellungsgegenstände zu erhalten und ihre Geschichte zu vermitteln“, sagt Ruppert. Bei den Mitgliedern der Initiative Reinckendorf ist ihm dies eindrucksvoll gelungen.

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Waidmannsluster Willkommenskultur: Unterstützung für Flüchtlinge in der Cité Foch

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Erschütternde Bilder notleidender Flüchtlinge gehen täglich durch die Medien. Das Elend dieser Menschen, die Heimat, Hab und Gut verloren haben, ist groß. Umso wichtiger ist es, ihnen dort zu helfen, wo sie vorübergehend eine neue Bleibe gefunden haben. Vorbildlich geschieht dies unter anderem in Waidmannslust.

In der Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Collège Voltaire in der Cité Foch leben derzeit rund 150 Menschen, die meisten von ihnen sind Kriegsflüchtlinge. Die Akzeptanz und Unterstützung der Nachbarn ist groß: Ende Februar wurde eine gemeinsame Unterstützungsgruppe (UG-Flüchtlinge) gegründet, die seitdem Hilfsangebote aus der Nachbarschaft koordiniert und deren Mitglieder auch selbst Spenden und Einsatzzeiten anbieten.

Auch die Initiative Reinickendorf unterstützt die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und überreichte Anfang April einen Scheck. Das Geld wird zur medizinischen Ausrüstung eines Arztzimmers verwendet. Hier soll ein Bundeswehr-Arzt künftig ehrenamtlich behandeln. Neben der medizinischen Behandlung soll insbesondere auch geimpft werden. Der Bedarf an weiteren Hilfsgütern und -leistungen ist nach wie vor groß. Informationen gibt es auf den Webseiten der Initiativen Cité Foch und Waidmannslust.

Christina Laurenz und Eberhard Gutjahr von der Initiative Reinickendorf (rechts im Bild) übergaben den Scheck an den Leiter der Einrichtung Dung Nguyen sowie Armin Wegner, Geschäftsführer des Trägers SIN e.V. (Soziale Initiative Niederlausitz).

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19. März 2015: Wasserbüffel im Tegeler Fließ – die Aktivitäten des NABU im Bezirk

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Wenn Spaziergänger im Tegeler Fließ demnächst Wasserbüffel entdecken, ist das keine Fata Morgana. Sie werden dort schon bald als lebende Rasenmäher eingesetzt. Beim Jour fixe am 19. März 2015 erfuhren die Mitglieder der Initiative Reinickendorf und ihre Gäste, mit welchen originellen und effektiven Ideen Stadtnatur im Bezirk gepflegt wird.

So könnte es schon bald im Tegeler Fließ aussehen: Wasserbüffel im Yala Nationalpark in Sri Lanka. Foto/Quelle: „Possibly Wild Water Buffalos Yala National Park“ von Adbar – eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Torsten Hauschild, ehemaliger Landesvorsitzender des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.), gab einen Überblick über die Aktivitäten der Naturschützer im Bezirk und in Berlin. Fünf Wasserbüffel sollen in Kürze auf zwei 19 und 16 Hektar großen Flächen im Bereich der Niedermoorwiesen nördlich und südlich der Egidybrücke für eine kostengünstige und natürliche Landschaftspflege der Wiesenflächen rund um das Gewässer sorgen. Dazu wurden ab Mitte Oktober 2014 Rodungsmaßnahmen durchgeführt und eine Zaunanlage errichtet.

Hauschild erläuterte, dass Wasserbüffel, die vor allem in Asien leben, bis zur letzten großen Eiszeit vor rund 100 000 Jahren auch in Europa heimisch waren. Die Tiere sind friedlich und anspruchslos, fressen Gras und Schilf und scheuen im Gegensatz zu Schafen und Rindern keine Nässe. Darum sind sie hervorragend für die Haltung auf sumpfigen Flächen geeignet. Das war auch ein Auswahlkriterium für das Bezirksamt Reinickendorf, das Projekt in Zusammenarbeit mit der Senatverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zu initiieren. Ein Referenzprojekt im Nachbarbezirk Spandau, bei dem Wasserbüffel auf den Tiefwerder Wiesen tätig sind, zeigt, dass diese kostengünstige Alternative zur Arbeit mit Spezialmaschinen sich bewährt hat.

Das Tegeler Fließ – derzeit noch völlig büffelfrei. Foto: Battistini

Auch im Bereich des Flughafensees waren bereits lebende Rasenmäher im Einsatz: Das Vogelschutzreservat wurde von Juli bis Oktober 2014 mit 40 Schafen und Ziegen beweidet. In diesem Jahr soll auf dem Gelände der Bundesnetzagentur am Flughafensee auf einer Fläche von 10 Hektar wieder eine Beweidung mit 35 Schafen und Ziegen stattfinden. Für die Nachnutzung des Flughafengeländes hat der NABU bereits ein Konzept erarbeitet.

Zuletzt stellte Hauschild das Naturschutzzentrum im Rhinluch mit der „Storchenschmiede „ vor. Dort können ab April Weißstörche begrüßt werden und im Herbst versammeln sich dort zehntausende Kraniche vor ihrem Zug in wärmere Gefielde.

Vor allem aber dürfen sich die Reinickendorfer auf ihre neuen „Nachbarn“ im Fließ freuen. Und nicht wundern – die Büffel sind wirklich keine Fata Morgana.

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26. Februar 2015: Auf Stippvisite bei Reinickendorfs erster Uni

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„Reinickendorf hat alles“, fasste Initiative-Vorsitzender Jürn Jakob Schultze-Berndt zusammen, „einen Flughafen, eine leistungsstarke Wirtschaft und nun auch eine Universität!“ Beim Jour fixe am 26. Februar konnten sich die Mitglieder von der hohen Qualität des Berliner Campus der German University in Cairo (GUC) am Borsigturm überzeugen.

Mitglieder der Initiative Reinickendorf freuten sich über den herzlichen Empfang bei der German University in Cairo.

Die Idee zur Gründung einer Universität nach deutschem Vorbild in seiner Heimatstadt Kairo hatte Professor Ashraf Mansour, der selbst in Ulm studiert, promoviert und habilitiert hat, in den 1990er-Jahren. Bereits 2003 gründete er die GUC in Kairo/Ägypten als erste deutsche Universität im Ausland mit Unterstützung der Unis Ulm und Stuttgart und zahlreicher deutscher Einrichtungen als private ägyptische Akademie in Stiftungsform. Im Januar 2013 wurde der Standort der GUC in Berlin-Tegel eröffnet.

„Das Ziel des GUC-Ablegers in Berlin ist es, die internationalen Angebote der Universität bekannter zu machen“, sagt Professor Mansour. „Durch unsere Aktivitäten wollen wir die nächste Generation von Wissenschaftlern fördern.“ Dies geschieht vor allem durch die Möglichkeit von Auslandssemestern für GUC-Studenten, Forschungsevents und immer neue Gebiete angewandter und theoretischer Forschung.

Das GUC versteht sich als ein Ort der deutsch-ägyptischen Begegnung und ein Zentrum für den internationalen akademischen, wissenschaftlichen und kulturellen Austausch. Alle Kurse werden von renommierten deutschen und internationalen Professoren auf Englisch unterrichtet.

Gleichzeitig bietet die GUC den Studierenden ein Semesteraustauschprogramm am jeweils anderen Standort an und hilft ihnen bei den Formalitäten, wie notwendige Visa und der Wohnungssuche. Darüber hinaus organisiert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Begegnungen zwischen den Stipendiaten und der deutschen Politik und Wirtschaft. Zusätzlich werden Sprachkurse in Arabisch und Deutsch angeboten. Mehr als 4.500 Studenten lernen an der GUC Deutsch.

Der Campus auf dem Gelände am Borsigturm 162-172 umfasst insgesamt 16.000 m² auf sieben Stockwerken. Derzeit studieren insgesamt 10.000 Studenten in 71 Bachelor- und Masterstudiengängen in Kairo und Berlin, davon 1.441 in Tegel. Das Angebot reicht von Ingenieurwesen über Architektur und Pharmazie bis zu Grafikdesign.

Weitere Informationen über die German University in Cairo unter www.guc.edu.eg und über den Berliner Campus der GUC unter www.guc-berlin.de.

Ein leckeres Gastgeschenk mit bedeutungsvollem Namen überreichte Initiative-Vorstand Schultze-Berndt (rechts) dem Hausherrn Professor Ashraf Mansour.

Gemeinsame Gesprächsthemen waren schnell gefunden und bei vielfältigen ägyptischen Köstlichkeiten wurde der interkulturelle Dialog angeregt und höchst genussvoll geführt.

 

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